Start Empowerment Mentoring-Start 2016

11 Jahre Mentoring an der Medizinischen Universität Innsbruck: Operativer Start des elften Durchgangs


Anfang Oktober startete mit der Einführung für die Mentees traditionell die neue Runde im Helene Wastl Medizin Mentoring für Ärztinnen und Nachwuchswissenschafterinnen. Das High Potential Programm an der Medizinischen Universität Innsbruck ist seit WS 2005/06 erfolgreich etabliert und wird jährlich ausgeschrieben.

Mentees 2016 web

 Bild: Teilnehmerinnen des 11. Mentoring-Programms 2016 mit Programmkoordinatorin Mag.a Claudia Beyer (zweite von rechts)


Vorrangiges Ziel des von Univ.-Prof.in Dr.in Margarethe Hochleitner – Leiterin der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung, Professorin für Gender Medizin, Direktorin des Frauengesundheitsbüros und Vorsitzende des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen – vor über elf Jahren initiierten Innsbrucker Mentoring-Programms zur Förderung exzellenter und ambitionierter Ärztinnen und Nachwuchswissenschafterinnen ist es, die Karrierechancen von Frauen in der Medizin und damit den Frauenanteil in Führungspositionen zu verbessern. Das Helene Wastl Medizin-Mentoring wurde nach etablierten, universitären Qualitätsstandards konzipiert und implementiert und ist seit Jänner 2010 in den Leistungsvereinbarungen verankert.

Erfolgreiches Konzept seit 11 Jahren und Fortführung der Programmlinie Clinical PhD-Mentoring
Nach einem intensiven „Matching“-Prozess sind im angelaufenen elften Durchgang insgesamt 12 Mentoring-Tandems gebildet – 9 Medizinerinnen (2 Fachärztinnen, 4 in Facharzt-Ausbildung, 4 in Clinical- bzw. PhD-Ausbildung) und 3 Naturwissenschafterinnen (alle Post-doc‘s) konnten sich qualifizieren und werden methodisch in einem one-to-one Mentoring von einer erfahrenen, weiblichen Führungskraft ein Jahr lang „beratend begleitet“. Zu Beginn der Mentoring-Partnerschaft schließen Mentorin und Mentee eine Mentoring-(Ziel-) Vereinbarung, die schriftlich festhält, woran in dem Jahr gemeinsam gearbeitet werden soll. Diese eins zu eins Betreuung ist neben der Same Gender Konzeption ein weiteres Unikum des Innsbrucker Medizin Mentoring-Programms, welches für alle Beteiligten – Mentees, Mentorinnen und die Medizinische Universität Innsbruck – eine win-win-Situation bietet.

„Intention und Umsetzung des Mentoring-Programms werden von allen Teilnehmerinnen, Mentorinnen und Mentees – sowohl in persönlichen Rückmeldungen als auch in der jährlich durchgeführten Online-Fragebogen-Evaluierung – sehr positiv beurteilt und als Initiative zur Bestärkung und Förderung von weiblichen, wissenschaftlichen Nachwuchskräften sowie der persönlichen Weiterentwicklung an der Medizinischen Universität Innsbruck sehr begrüßt“, sagt Programmkoordinatorin Mag.a Claudia Beyer von der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung nach zehn erfolgreichen Programmdurchgängen.

Parallel hat Anfang Oktober auch der Auftakt zum vierten Durchgang im Clinical PhD-Mentoring stattgefunden, eine eigens für das Doktoratsstudium der klinisch-medizinischen Wissenschaften konzipierte zweite Mentoring-Linie; siebzehn klinisch tätige Wissenschafterinnen und Wissenschafter belegen im WS 2016/17 dieses aufbauende Lehrangebot über zwei Semester. Von der Konzeption her ein Cross Gender (Mentees und MentorInnen beiderlei Geschlechts) und Kleingruppen-Mentoring soll damit ein dezidierter Beitrag zur gezielten Karriereförderung und Weiterentwicklung engagierter NachwuchswissenschafterInnen im klinischen Bereich geleistet werden.

Partnerschaftlicher Austausch, Vernetzung und gezielte Karriereförderung
Um die neuen Mentees auf das gemeinsame Mentoring-Jahr vorzubereiten, wurden im Einführungs-Workshop durch die Programmkoordinatorin die jeweiligen Erwartungen und Zielsetzungen abgeklärt, das Instrument Mentoring vorgestellt und im Austausch miteinander ein „Rüstzeug“ für die Gestaltung der individuellen Mentoring-Partnerschaften mitgegeben sowie offene Fragen beantwortet. Mit diesem ersten Treffen und Kennenlernen startet auch das Peer-Mentoring, ein wesentlicher Bestandteil des Mentoring-Programms, der sich neben den hochwertigen, wissenschaftsspezifischen Weiterbildungsmöglichkeiten gut etabliert hat. Dem Aufbau von Netzwerken kommt eine zentrale Funktion im Mentoring-Programm zu. Die gegenseitige Unterstützung und der Erfahrungsaustausch zwischen den Mentees im Rahmen horizontaler Netzwerke werden mit verschiedenen Angeboten gezielt gefördert. Das erste gemeinsame Seminar im neuen Durchgang wird Ende Oktober zu Kommunikation, Rhetorik und Selbstpräsentation stattfinden.

Zahlen | Daten | Fakten im Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm
Kernmodul Mentoring
Unterstützung bei der Planung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Karriere sowie nachhaltige Vernetzung & (Self-) Empowerment für die Zielgruppe Ärztinnen in Facharzt-Ausbildung, Postdoktorandinnen, Teilnehmerinnen postgradualer Programme (PhD’s) und Habilitandinnen
Seit WS 2005/06: 10 abgeschlossene Mentoring-Durchgänge, 68 Programm-Veranstaltungen; bis dato 25 Habilitationen ehemaliger Mentees (13 Medizinerinnen, 12 Naturwissenschafterinnen), 16 A2 / Laufbahnstellen

Frauen.Karriere.Medizin | Karriereförderung & Networking für alle WissenschafterInnen
Angebot eines umfangreichen, überfachlichen Seminar- und Weiterbildungsprogramms zur Karriereförderung, Vernetzung und persönlichen Weiterentwicklung unter dem Dach des Helene Wastl Medizin Mentoring-Programms für alle interessierten (Nachwuchs-) WissenschafterInnen der Medizinischen Universität Innsbruck
Seit WS 2005/06: insgesamt 233 Rahmen-, Weiterbildungs- und Netzwerk-Veranstaltungen (131 Seminare & Workshops, 18 Termine Gesprächsreihen Wissen kompakt und Karrieregespräche, Interdisziplinäres Symposium)

Helene Wastl Club
Ziel, entstandene Netzwerke aller bisherigen Teilnehmerinnen, Mentorinnen & Mentees, weiterzuführen, nachhaltig zu pflegen und den HWC auch als Expertinnenpool zu nutzen
Mit WS 2016/17: 190 hochkompetente Wissenschafterinnen (davon 142 Programm-Absolventinnen – 76 Medizinerinnen, 66 Naturwissenschafterinnen, 154 Mentoring-Tandems), aktuell 28 Mentorinnen, 8 ehemalige Mentorinnen; HWC-Aufbau beginnend mit Ende 2006
(cb)

Weiterführende Informationen:

Referat Frauen-Empowerment & Mentoring | Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm

Clinical PhD-Mentoring (LV-Nr. 150111, Cross-Gender-Mentoring, Kleingruppen)

10 Jahre Mentoring: Präsentation beim Forum Alpbach und Start der 10. Runde

Karriereförderung, Vernetzung und persönliche Weiterentwicklung für WissenschafterInnen an der Medizinischen Universität Innsbruck