Start Empowerment Mentoring-Abschluss 2015

Zehn erfolgreich abgeschlossene Mentoring-Durchgänge: Die Bilanz fällt wiederum sehr positiv aus


Die bereits zehnte, "Jubiläums"-Runde im Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm für Ärztinnen und Nachwuchswissenschafterinnen klang traditionell im Rahmen einer feierlichen Abschluss- und Netzwerk-Veranstaltung des Helene Wastl Clubs offiziell aus. Parallel ist mit Oktober 2016 der elfte Durchgang im jährlich ausgeschriebenen High Potential Programm gestartet; der Auftakt zur zwölften Runde ist für April geplant. Ein besonderer Dank galt auch heuer wieder den Mentorinnen für ihren ehrenamtlichen und engagierten Einsatz.

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Bild: Initiatorin Prof.in Margarethe Hochleitner (links Mitte) und Programmkoordinatorin Mag.a Claudia Beyer (rechts) mit Mentorinnen und Mentees

 

Im Wintersemester 2005/2006 wurde das "Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm" mit dem Ziel etabliert, die Karrierechancen von Frauen in der Medizin und damit den Frauenanteil in Führungspositionen zu verbessern. Konzeption und Implementierung sind nach bewährten, universitären Qualitätsstandards erfolgt. Ein weiterer wichtiger Aspekt, die nachhaltige Vernetzung aller bisherigen Programm-Teilnehmerinnen, wird mit dem "Helene Wastl Club", einer Plattform zur nachhaltigen Vernetzung gezielt gefördert und unterstützt. Zu dem kontinuierlich wachsenden Mentoring-Netzwerk quer über alle klinischen und theoretischen Fachgebiete hinweg zählen inzwischen über 190 hochkompetente Wissenschafterinnen. Neben einer Vielzahl an wissenschaftlichen Preisen und Auszeichnungen sind vor allem die bis dato 27 Habilitationen (13 Medizinerinnen, 14 Naturwissenschafterinnen) aus dem Kreis ehemaliger Mentees hervorzuheben.

Erfolgreicher Abschluss der zehnten Runde und Helene Wastl Club
Es hat schon Tradition: Die einzelnen Mentoring-Durchgänge werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung von Initiatorin Univ.-Prof.in Dr.in Margarethe Hochleitner im Beisein von Mentees, Mentorinnen und Programmkoordinatorin Mag.a Claudia Beyer von der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung offiziell beendet und die Teilnahmezertifikate überreicht. Das diesjährige Abschlusstreffen bot wie gewohnt auch Gelegenheit, auf das gemeinsam absolvierte Mentoring-Jahr zurückzublicken und Bilanz zu ziehen.

Ganz speziell den seit über elf Jahren kontinuierlich engagierten Mentorinnen (aus dem Pool von insgesamt 28 aktiven) wurde ein besonderer Dank ausgesprochen: sie bringen ihre wertvollen Erfahrungen ehrenamtlich in das Mentoring-Programm ein und verstärken den Helene Wastl Club mit ihrer vielfältigen Expertise. Diese eins zu eins Betreuung ist neben der Same Gender Konzeption ein Unikum des Innsbrucker Medizin Mentoring-Programms, von dem alle Beteiligten profitieren. Das Mentoring-Logo verdeutlicht die zentrale Intention des Programms: Die Zusammenarbeit von Mentorin und Mentee als "vertrauensvollen Schulterschluss". Mit insgesamt sieben Programmveranstaltungen zur Information, Vernetzung, internen Weiterbildung und Qualitätssicherung sowie vier ausgewählten Fortbildungsseminaren für die Mentees wird der hohe Anspruch an Qualität, Effektivität und Effizienz des Programms seit Jahren konsequent fortgeführt. Zudem bedeutet die intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle im medizinisch-wissenschaftlichen Umfeld wichtige stärkende Impulse im Sinne des Self-Empowerment und erbringt einen realen Nutzen sowohl für die Mentees, als auch für die Mentorinnen und die Universität insgesamt.

Erstmals bot heuer ein neuer Programmpunkt ausgewählten Mentees die Möglichkeit, ihre Forschungsschwerpunkte in kompakter Form vorzustellen: Dr.in med. univ. Beatrice Heim, Univ.-Klinik für Neurologie und Dr.in Julia Höfer, Univ.-Klinik für Urologie, Labor für Molekulare Pathologie ergriffen diese Chance und präsentierten spannende Erkenntnisse aus ihren aktuellen Projekten. Mit dieser Initiative soll das ungemein vielfältige Spektrum der Leistungen ambitionierter Nachwuchswissenschafterinnen zusätzlich sichtbar gemacht werden.

Im Inoffizium mit kleinem Buffet & Vinum academicum konnten sich die zahlreichen Mentees und Mentorinnen in einem gemeinsamen Netzwerktreffen des Helene Wastl Clubs in entspannter Atmosphäre austauschen.


Evaluierung: Zum zehnten Mal Bestnoten für das Programm

In der "Jubiläums"-Runde arbeiteten vierzehn Mentees, sieben Medizinerinnen und sieben Naturwissenschafterinnen, gemeinsam mit ihren Mentorinnen in individuellen One-to-One Mentoring-Partnerschaften ein Jahr lang an den jeweiligen Zielsetzungen. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde auch die zehnte Runde wiederum sehr positiv evaluiert. Die Zufriedenheit mit dem Mentoring-Programm insgesamt ist konstant sehr hoch, heuer mit 100% besonders deutlich. Zum zehnten Mal in Folge würden alle Teilnehmerinnen das Programm uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Arbeit der Programmkoordination mit den zentralen Aufgaben Matching, Beratung, Programmbegleitung und -betreuung sowie Organisation von Begleitveranstaltungen wurde mit fast 100 Prozent sowohl von den Mentees als auch von den Mentorinnen neuerlich sehr positiv bewertet. Die Auswertung der heuer zum fünften Mal online durchgeführten Evaluierung über Zensus ergab zudem bei den drei zentralen Säulen – individuelle Mentoring-Partnerschaft, Karriereprogramm sowie horizontale und vertikale Vernetzung – durchwegs wieder sehr gute und gute "Noten". Neben der beratenden Begleitung durch die Mentorin wurde besonders das Erwerben von laufbahn-relevanten Schlüsselqualifikationen in den Karriereseminaren, die Erweiterung von Sozial- und Methoden-Kompetenz sowie ganz besonders Austausch und Vernetzung in der Scientific Community als sehr wichtig und nutzenstiftend bewertet.

Fortführung der Programmlinien: zwölfte bzw. fünfte Clinical PhD Mentoring Runde
Im Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm ist mit Oktober 2016 bereits die elfte Runde gestartet, für April ist der Auftakt zum zwölften Durchgang geplant. Die mit Wintersemester 2013/14 erfolgreich gestartete zweite Mentoring-Linie, das Clinical PhD-Mentoring im Doktoratsstudium klinisch-medizinische Wissenschaften, wurde mit Wintersemester 2016/17 zum vierten Mal fortgeführt; achtzehn klinisch tätige Wissenschafterinnen und Wissenschafter belegen dieses Lehrangebot über zwei Semester. Von der Konzeption her ein Cross Gender (Mentees und MentorInnen beiderlei Geschlechts) und Kleingruppen-Mentoring soll damit ein dezidierter Beitrag zur gezielten Karriereförderung und Weiterentwicklung engagierter NachwuchswissenschafterInnen im klinischen Bereich geleistet werden. Im kommenden Wintersemester wird das Clinical PhD-Mentoring voraussichtlich zum fünften Mal innerhalb der Kategorie ITT "Interdisciplinary Training and Transferable Skills" der programmspezifischen Lehrveranstaltungen angeboten.

Zahlen | Daten | Fakten

Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm und Clinical PhD-Mentoring
Gezielte Karriereförderung, Weiterentwicklung sowie nachhaltige Vernetzung für engagierte Ärztinnen in Facharzt-Ausbildung, Postdoktorandinnen, Teilnehmerinnen postgradualer Programme (PhD’s), Habilitandinnen und NachwuchswissenschafterInnen im klinischen Bereich

  • Seit WS 2005/2006: 10 abgeschlossene Durchgänge mit 142 Programm-Absolventinnen, Start 11. Mentoring-Runde mit 10/2016, Auftakt 12. Ausschreibung voraussichtlich mit 04/2017
  • Seit WS 2013/2014: vier Durchgänge mit insgesamt 51 TeilnehmerInnen; fünfter Durchgang startet mit WS 2017/2018


Karriereförderung, Personalentwicklung & Networking für alle WissenschafterInnen
Angebot eines umfangreichen, überfachlichen Seminar- und Weiterbildungsprogramms zur gezielten Karriereförderung, Vernetzung und persönlichen Weiterentwicklung unter Gender Mainstreaming Aspekten für alle interessierten (Nachwuchs-) WissenschafterInnen der Medizinischen Universität Innsbruck

Seit WS 2005/06: insgesamt 240 Rahmen-, Weiterbildungs- und Netzwerk-Veranstaltungen (u.a. 134 Seminare & Workshops, 76 Programmveranstaltungen, 18 Termine Gesprächsreihen Wissen kompakt und Karrieregespräche, Interdisziplinäres Symposium)
(C. Beyer)

 

Weiterführende Informationen:

Referat Frauen-Empowerment & Mentoring | Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm

Clinical PhD-Mentoring (LV-Nr. 150111, Cross-Gender-Mentoring, Kleingruppen)

Karriereförderung, Vernetzung und persönliche Weiterentwicklung für WissenschafterInnen an der Medizinischen Universität Innsbruck

Alle aktuellen Angebote der Koordinationsstelle im Veranstaltungskalender