Start Empowerment Mentoring-Start 2017

12 Jahre Mentoring an der Medizinischen Universität Innsbruck: Start des gemeinsamen Mentoring-Jahres im zwölften Durchgang


Mit dem Einführungs-Workshop für die Mentees startete Anfang Oktober traditionell die neue Runde im Helene Wastl Medizin Mentoring für engagierte Ärztinnen und Nachwuchswissenschafterinnen. Das High Potential Programm an der Medizinischen Universität Innsbruck ist seit WS 2005/2006 erfolgreich etabliert und wird jährlich ausgeschrieben.

Mentees 2017 Hochleitner web

Bilder: Initiatorin und Gründerin Prof.in Dr.in Margarethe Hochleitner und Teilnehmerinnen des 12. Mentoring-Programms 2017 mit Programmkoordinatorin Mag.a Claudia Beyer (links vorne)

 

Das von Univ.-Prof.in Dr.in Margarethe Hochleitner – Leiterin der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung, Professorin für Gender Medizin, Direktorin des Frauengesundheitsbüros und Vorsitzende des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen – vor über zwölf Jahren initiierte Innsbrucker Mentoring-Programm zur Förderung exzellenter und ambitionierter Ärztinnen und Nachwuchswissenschafterinnen hat vorrangig zum Ziel, die Karrierechancen von Frauen in der Medizin zu verbessern und sie zu bestärken, vermehrt auch Führungspositionen anzustreben. Das Helene Wastl Medizin Mentoring wurde nach etablierten, universitären Qualitätsstandards konzipiert und implementiert und ist seit Jänner 2010 in den Leistungsvereinbarungen verankert.

Partnerschaftlicher Austausch, Vernetzung und gezielte Karriereförderung

Um die neuen Mentees auf das gemeinsame Mentoring-Jahr vorzubereiten, wurden im Einführungs-Workshop durch die Programmkoordinatorin die jeweiligen Erwartungen und Zielsetzungen abgeklärt, das Instrument Mentoring vorgestellt und im Austausch miteinander ein "Rüstzeug" für die Gestaltung der individuellen Mentoring-Partnerschaften mitgegeben sowie offene Fragen beantwortet. Mit diesem ersten Treffen und Kennenlernen startet auch das Peer-Mentoring, ein wesentlicher Bestandteil des Mentoring-Programms, der sich neben den hochwertigen, wissenschaftsspezifischen Weiterbildungsmöglichkeiten gut etabliert hat. Dem Aufbau von Netzwerken kommt eine zentrale Funktion im Mentoring-Programm zu. Die gegenseitige Unterstützung und der Erfahrungsaustausch zwischen den Mentees im Rahmen horizontaler Netzwerke werden mit verschiedenen Angeboten gezielt gefördert. Das erste gemeinsame Seminar im neuen Durchgang hat im Oktober zu Kommunikation, Rhetorik und Selbstpräsentation stattgefunden.

Erfolgreiches Konzept seit 12 Jahren & Fortführung der Programmlinie Clinical PhD-Mentoring im fünften Jahr

Im angelaufenen zwölften Mentoring-Durchgang sind nach einem intensiven "Matching"-Prozess insgesamt 12 Mentoring-Tandems gebildet – 4 Medizinerinnen (1 Fachärztin, 3 in Facharzt-Ausbildung) und 8 Naturwissenschafterinnen (4 Post-doc’s, 4 in PhD-Ausbildung) konnten sich qualifizieren und werden methodisch in einem one-to-one Mentoring von einer erfahrenen, weiblichen Führungskraft ein Jahr lang "beratend begleitet". Zu Beginn der Mentoring-Partnerschaft schließen Mentorin und Mentee eine Mentoring-(Ziel-) Vereinbarung, die schriftlich festhält, woran in dem Jahr gemeinsam gearbeitet werden soll. Diese eins zu eins Betreuung ist neben der Same Gender Konzeption ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Innsbrucker Medizin Mentoring-Programms, welches für alle Beteiligten – Mentees, Mentorinnen und die Medizinische Universität Innsbruck – eine win-win-Situation bietet.

"Intention und Umsetzung des Mentoring-Programms werden von allen Teilnehmerinnen, Mentorinnen und Mentees – sowohl in den persönlichen Rückmeldungen als auch in der jährlich durchgeführten Online-Fragebogen-Evaluierung – sehr positiv beurteilt und als Initiative zur Bestärkung und Förderung von weiblichen, wissenschaftlichen Nachwuchskräften sowie der persönlichen Weiterentwicklung an der Medizinischen Universität Innsbruck sehr begrüßt", sagt Programmkoordinatorin Mag.a rer.soc.oec. Claudia Beyer von der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung nach elf erfolgreichen Programmdurchgängen.

Parallel hat Anfang Oktober auch der Auftakt zum fünften Durchgang im Clinical PhD-Mentoring stattgefunden, eine eigens für das Doktoratsstudium der klinisch-medizinischen Wissenschaften konzipierte zweite Mentoring-Linie; zehn klinisch tätige Wissenschafterinnen und Wissenschafter belegen im WS 2017/2018 dieses aufbauende Lehrangebot über zwei Semester. Von der Konzeption her ein Cross Gender (Mentees und MentorInnen beiderlei Geschlechts) und Kleingruppen-Mentoring soll damit ein dezidierter Beitrag zur gezielten Karriereförderung und Weiterentwicklung engagierter NachwuchswissenschafterInnen im klinischen Bereich geleistet werden.

 

Zahlen | Daten | Fakten

Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm und Clinical PhD-Mentoring

Unterstützung bei der Planung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Karriere, gezielte Karriereförderung sowie nachhaltige Vernetzung & (Self-) Empowerment für: Ärztinnen in Facharzt-Ausbildung, Postdoktorandinnen, Teilnehmerinnen postgradualer Programme (PhD’s) und Habilitandinnen sowie für ÄrztInnen und NachwuchswissenschafterInnen im klinischen Bereich

  • Seit WS 2005/2006: 11 abgeschlossene Mentoring-Durchgänge, 75 Programm-Veranstaltungen; bis dato 28 Habilitationen ehemaliger Mentees (14 Medizinerinnen, 14 Naturwissenschafterinnen), 18 A2 / Laufbahnstellen;
  • Seit WS 2013/2014: fünf Durchgänge mit insgesamt 61 TeilnehmerInnen;


Karriereförderung, Personalentwicklung & Networking für alle WissenschafterInnen

Angebot eines umfangreichen, überfachlichen Seminar- und Weiterbildungsprogramms zur gezielten Karriereförderung, Vernetzung und persönlichen Weiterentwicklung unter dem Dach des Helene Wastl Medizin Mentoring-Programms für alle interessierten (Nachwuchs-) WissenschafterInnen der Medizinischen Universität Innsbruck

Seit WS 2005/2006: insgesamt 259 Rahmen-, Weiterbildungs- und Netzwerk-Veranstaltungen (146 Seminare & Workshops, 18 Termine Gesprächsreihen Wissen kompakt und Karrieregespräche, Interdisziplinäres Symposium)

Helene Wastl Club

Vernetzungs-Plattform mit dem Ziel, die entstandenen Netzwerke aller bisherigen Teilnehmerinnen, Mentorinnen & Mentees, weiterzuführen, nachhaltig zu pflegen und den HWC auch als Expertinnenpool zu nutzen.
Mit WS 2017/18: Über 200 hochkompetente Wissenschafterinnen (davon 154 Programm-Absolventinnen – 85 Medizinerinnen, 69 Naturwissenschafterinnen, 166 Mentoring-Tandems), aktuell 28 Mentorinnen, 8 ehemalige Mentorinnen; HWC-Aufbau beginnend mit Ende 2006

(C. Beyer)

 

Weiterführende Informationen:

Referat Frauen-Empowerment & Mentoring | Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm

Clinical PhD-Mentoring (LV-Nr. 150111, Cross-Gender-Mentoring, Kleingruppen)

Karriereförderung, Vernetzung und persönliche Weiterentwicklung für WissenschafterInnen an der Medizinischen Universität Innsbruck

Auftakt der zwölften Mentoring-Ausschreibung: Bewerbungsphase für den nächsten Mentoring-Durchgang

10 Jahre Mentoring: Präsentation beim Forum Alpbach und Start der 10. Runde