Start Geschlechterforschung EUGiM 2009 - 2011



EUGiM – Gender Medicine 2009 – 2011

Erasmus Curriculum Development Project

Die unterschiedliche Reaktion des weiblichen und des männlichen Körpers sowie ein anderer Umgang mit Krankheit der beiden Geschlechter ist in der Medizin auf der Ebene der Symptome, der Diagnose und der Wirkung von Medikamenten zu erkennen. Die Erforschung dieser Genderfaktoren ist Grundlage für eine zielgenaue Behandlung. In Europa fehlt eine Zusammenführung des derzeitigen Wissens- und Forschungsstandes. Weite Bereiche sind noch nicht auf genderspezifische Faktoren untersucht.

Ziel von EUGiM war die Ausarbeitung von zwei Ausbildungsmodulen, um die Gendermedizin in die reguläre Ausbildung der Medizinstudierenden zu integrieren. Diese Module wurden in zwei Sommerschulen in Berlin und Sassari sowie an der Charité und der Semmelweis Universität in Budapest im Studienbetrieb erprobt. Die Ausarbeitung der Module und die Definition des Studienkonzeptes erfolgten nach Bologna-Kriterien und sind für die Bachelor-, Master- und PhD-Ebene adaptierbar. Im Anschluss an das Projekt arbeitet jede der sieben Partneruniversitäten an der Implementierung der Module im heimischen Studienbetrieb.

Neben der inhaltlichen Aufbereitung der gendermedizinischen Aspekte aus Onkologie und Prävention, erarbeitete die Medizinische Universität Innsbruck das Studienkonzept sowie ein Manual zur Implementierung und zur Verbreitung der Gender Medizin. Neben der bestehenden Pflichtlehre und der Ringvorlesung ist Gender Medizin ab dem Wintersemester 2011/2012 in den Studienplänen Molekulare Medizin (Bachelor) sowie Klinische Medizin (PhD) integriert. Im Rahmen des Moduls Generische Kompetentzen findet in Kooperation mit der LFU die Lehrveranstaltung Gender und Medizin für Doktoratsstudierende der Naturwissenschaften, Psychologie und Pharmazie statt.

Sieben medizinische Partneruniversitäten aus sechs europäischen Ländern nahmen am Projekt teil.

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