Start Empowerment Mentoring-Start 2019

Das erfolgreiche Mentoring-Programm an der Medizinischen Universität Innsbruck ist mit Oktober in die vierzehnte Runde gestartet


Seit mittlerweile mehr als vierzehn Jahren bietet das Helene Wastl Medizin Mentoring engagierten Ärztinnen und Nachwuchswissenschafterinnen der Medizinischen Universität Innsbruck Unterstützung bei der Planung und Entwicklung ihrer wissenschaftlichen Karriere sowie nachhaltige Vernetzung & (Self-) Empowerment. Anfang Oktober ist der neue Durchgang mit dem Mentee-Einführungs-Workshop operativ in das gemeinsame Mentoring-Jahr gestartet. Das erfolgreiche High Potential Programm ist seit WS 2005/2006 an der MUI etabliert und wird jährlich ausgeschrieben.

 Mentoring Start 2019

Bild: Die insgesamt 16 Mentees im 14. Medizin Mentoring-Programm 2019 mit Programmkoordinatorin Mag.a rer.soc.oec. Claudia Beyer (links vorne bzw. hinten Mitte)

 

Das von Univ.-Prof.in Dr.in med. univ. Margarethe Hochleitner – Leiterin der Koordinationsstelle Gleichstellung, Frauenförderung und Diversität, Professorin für Medizin und Diversität, Direktorin der gemeinsamen Einrichtung Frauengesundheitszentrum an den Universitätskliniken Innsbruck und Vorsitzende des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen – vor über vierzehn Jahren initiierte Innsbrucker Mentoring-Programm zur Förderung exzellenter, ambitionierter Ärztinnen und Nachwuchswissenschafterinnen hat in erster Linie zum Ziel, die Karrierechancen von Frauen in der Medizin nachhaltig zu verbessern und sie zu bestärken, selbst vermehrt auch Führungspositionen anzustreben. Seit Wintersemester 2005/2006 wurde das Helene Wastl Medizin Mentoring nach etablierten, universitären Qualitätsstandards konzipiert und implementiert, ist seit Jänner 2010 in den Leistungsvereinbarungen verankert und wird jährlich ausgeschrieben.

Fortführung der beiden erfolgreichen Mentoring-Konzepte: Helene Wastl Medizin Mentoring und siebter Durchgang der Programmlinie Clinical PhD-Mentoring

Im angelaufenen vierzehnten Mentoring-Durchgang sind nach einem intensiven „Matching“-Prozess insgesamt 16 Mentoring-Tandems formiert – 11 klinisch tätige Medizinerinnen (1 Oberärztin, 3 bzw. in Kürze 4 Fachärztinnen, 8 in Facharzt-Ausbildung, 4 im Clinical PhD) und 5 Naturwissenschafterinnen (3 Post-doc’s, 2 in PhD-Ausbildung) konnten sich qualifizieren und werden methodisch in einem one-to-one Mentoring von einer erfahrenen, habilitierten, weiblichen Führungskraft der Medizinischen Universität ein Jahr lang „beratend begleitet“. Mentorin und Mentee vereinbaren am Beginn der Mentoring-Partnerschaft schriftlich die Ziele, an denen in dem gemeinsamen Jahr gearbeitet werden soll und sichern sich gegenseitig Vertraulichkeit auch über das Mentoring-Jahr hinaus zu. Neben der Same Gender Konzeption ist vor allem diese individuelle eins zu eins Betreuung ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal des Innsbrucker Medizin Mentoring-Programms, welches für alle Beteiligten – Mentees, Mentorinnen und die Medizinische Universität Innsbruck per se – eine Win-Win-Situation bietet.

Alle Teilnehmerinnen, sowohl Mentorinnen als auch Mentees, haben von Beginn an Intention wie auch die Umsetzung des medizinspezifischen Mentoring-Programms ausgesprochen positiv beurteilt und als wichtige Initiative zur Bestärkung und Förderung weiblicher, wissenschaftlicher Nachwuchskräfte in der Medizin sowie zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung an der Medizinischen Universität Innsbruck sehr begrüßt. Die vielen persönlichen Rückmeldungen ebenso wie die Evaluierungsergebnisse der letzten vierzehn Jahre bestätigen diesen erfolgreichen Weg.

Anfang Oktober ist parallel auch der siebte Durchgang im Clinical PhD-Mentoring gestartet, eine eigens für das Doktoratsstudium der klinisch-medizinischen Wissenschaften konzipierte zweite Mentoring-Linie; neunzehn klinisch tätige Ärzt*innen und Wissenschafter*innen belegen im WS 2019/2020 dieses aufbauende Lehrangebot über zwei Semester. Von der Konzeption her ein Cross Gender (Mentees und Mentor*innen beiderlei Geschlechts) und Kleingruppen-Mentoring soll damit ein dezidierter Beitrag zur gezielten Karriereförderung und Weiterentwicklung engagierter Nachwuchswissenschafter*innen mit klinischem Schwerpunkt geleistet werden.

Fachübergreifende Vernetzung, Peer-Mentoring und gezielte Karriereförderung

Im Einführungs-Workshop werden durch die Programmkoordinatorin Mag.a rer.soc.oec. Claudia Beyer die Erwartungen und Zielsetzungen der neuen Mentees 2019 abgeklärt, das Instrument Mentoring vorgestellt und im Austausch miteinander ein „Rüstzeug“ für die Gestaltung der individuellen Mentoring-Partnerschaften mitgegeben sowie offene Fragen zu dem gemeinsamen Mentoring-Jahr beantwortet. Mit diesem ersten Treffen und gegenseitigem Kennenlernen der Teilnehmerinnen startet auch das Peer-Mentoring, ein wesentlicher Bestandteil des Mentoring-Programms, der sich neben den hochwertigen, wissenschaftsspezifischen und laufbahnrelevanten Weiterbildungen ebenfalls sehr gut etabliert hat. Ende Oktober hat auch bereits das erste gemeinsame Seminar im neuen Durchgang zum Training akademischer Schlüsselkompetenzen zu Kommunikation, Rhetorik und Selbstpräsentation stattgefunden.
Dem Aufbau von Netzwerken kommt im Mentoring-Programm insgesamt eine zentrale Funktion zu: Der Erfahrungsaustausch und die wechselseitige, konstruktive Unterstützung zwischen den Mentees im Rahmen horizontaler Netzwerke werden mit verschiedenen Angeboten gezielt gefördert und im Helene Wastl Club nachhaltig gepflegt.

 

Zahlen | Daten | Fakten

Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm und Clinical PhD-Mentoring

Gezielte Karriereförderung, Weiterentwicklung sowie nachhaltige Vernetzung für engagierte Ärztinnen in Facharzt-Ausbildung, Postdoktorandinnen, Teilnehmerinnen postgradualer Programme (PhD’s), Habilitandinnen sowie für Ärzt*innen und Nachwuchswissenschafter*innen im klinischen Bereich.

  • Seit WS 2005/2006: 12 abgeschlossene und evaluierte Durchgänge, offizieller Abschluss des 13. Durchgangs 01/2020, Start der 14. Mentoring-Runde 10/2019, 15. Mentoring-Ausschreibung voraussichtlich 04/2020; Erfolge ehemaliger Mentees: Bis dato 39 Habilitationen (15 Medizinerinnen, 21 Naturwissenschafterinnen; 3 Clinical PhD-Mentoring Absolventinnen), 18 A2 / Laufbahnstellen; Format: Same-Gender-Mentoring über 1 Jahr;
  • Helene Wastl Club: Mit WS 2019/2020 233 hochkompetente Wissenschafterinnen (davon 176 Programm-Absolventinnen – 93 Medizinerinnen, 83 Naturwissenschafterinnen), aktuell 193 Mentoring-Tandems), 32 Mentorinnen, 8 ehemalige Mentorinnen;
    Seit Ende 2006 kontinuierlicher Auf- und Ausbau einer nachhaltigen Vernetzung aller bisherigen Teilnehmerinnen, Mentorinnen & Mentees – auch mit der Intention, den HWC als Expertinnen-Pool zu nutzen;
  • Seit WS 2013/2014: 7 Durchgänge mit insgesamt 89 Teilnehmer*innen; 8. Durchgang startet mit WS 2020/2021; Format: Cross-Gender-Mentoring über 2 Semester;


Karriereförderung, Personalentwicklung & Networking für alle Wissenschafter*innen

Angebot eines umfangreichen, überfachlichen Seminar- und Weiterbildungsprogramms zur gezielten Karriereförderung, Vernetzung und persönlichen Weiterentwicklung unter Gender Mainstreaming Aspekten für alle interessierten Ärzt*innen und (Nachwuchs-) Wissenschafter*innen der Medizinischen Universität Innsbruck

Seit WS 2005/06: insgesamt 310 Rahmen-, Weiterbildungs- und Netzwerk-Veranstaltungen (u.a. 183 Seminare & Workshops, 99 Programmveranstaltungen, 18 Termine Gesprächsreihen Wissen kompakt und Karrieregespräche, Interdisziplinäres Symposium)

[C. Beyer – Artikel veröffentlicht am 20.11.2019]

 

Weiterführende Informationen:

Referat Frauen-Empowerment & Mentoring | Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm

Clinical PhD-Mentoring | LV-Nr. 150111, Cross-Gender-Kleingruppen-Mentoring

Auftakt der vierzehnten Mentoring-Ausschreibung: Bewerbungen für den nächsten Mentoring-Durchgang noch bis 7. Juni 2019 möglich und kurzer Rückblick auf die erfolgreich abgeschlossene zwölfte Mentoring-Runde

Karriereförderung, Vernetzung & persönliche Weiterentwicklung für Wissenschafter*innen an der Medizinischen Universität Innsbruck | Veranstaltungskalender Inhouse-Weiterbildungen

10 Jahre Mentoring an der Medizinischen Universität Innsbruck: Best Practice Präsentation beim Forum Alpbach und Start der 10. Runde