Start Empowerment Mentoring-Ausschreibung 2019

Auftakt der vierzehnten Mentoring-Ausschreibung: Bewerbungen für den nächsten Mentoring-Durchgang noch bis 7. Juni möglich und kurzer Rückblick auf die erfolgreich abgeschlossene zwölfte Mentoring-Runde


Das Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm unterstützt seit vierzehn Jahren engagierte Ärztinnen und Nachwuchswissenschafterinnen der Medizinischen Universität Innsbruck bei der Planung und Entwicklung ihrer wissenschaftlichen Karriere sowie zur nachhaltigen Vernetzung & (Self-) Empowerment. Das von Univ.-Prof.in Margarethe Hochleitner initiierte Empowerment-Programm hat zum Ziel, die Karrierechancen von Frauen in der Medizin zu verbessern und sie zu bestärken, vermehrt auch Führungspositionen anzustreben. Die erfreuliche aktuelle Bilanz: 165 Teilnehmerinnen haben das Programm bereits erfolgreich absolviert. Interessentinnen können sich noch bis zum 7. Juni als Mentee für den vierzehnten Durchgang bewerben.

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Bild: "Mentoring-Partnerschaft" – Icons © aus der Serie Female Scientists | Female Leadership und Postkarte Innsbrucker Medizin Mentoring-Programm

 

Traditionell startet im Sommersemester eine neue Mentoring-Ausschreibung, welche sich an die Zielgruppe Ärztinnen und Wissenschafterinnen – primär also Ärztinnen in Facharzt-Ausbildung, Post-doc‘s, PhD's und Habilitandinnen aus Medizin und Naturwissenschaften – richtet, die Interesse an einer akademischen Karriere haben. Das Programm wurde 2005 von Univ.-Prof.in Dr.in Margarethe Hochleitner, Leiterin der Koordinationsstelle Gleichstellung, Frauenförderung und Diversität der Medizinischen Universität Innsbruck und Professorin für Medizin und Diversität, zur Unterstützung von Frauenkarrieren in der Medizin initiiert und kann sicherlich als Erfolgsmodell bezeichnet werden. Konzipiert und implementiert wurde das Innsbrucker Medizin Mentoring-Programm auf Basis etablierter, universitärer Qualitätsstandards und ist seit Jänner 2010 in den Leistungsvereinbarungen verankert.

14. Mentoring-Ausschreibung | Start der Bewerbungsphase mit 17. April

Mit der Teilnahme sollen Frauen in der Medizin ermutigt und bestärkt werden eine akademische Laufbahn einzuschlagen und ihr Wissen, ihre Potenziale und Fähigkeiten im Wissenschaftssystem vermehrt sicht- und nutzbar zu machen.
In dem "Matching-Prozess" werden auf Basis der Ziele, Erwartungen und fachlichen Schwerpunkte der Mentees die individuellen Mentoring-Tandems gebildet. Mentorin und Mentee schließen eine Mentoring-(Ziel-)Vereinbarung, die schriftlich festhält, woran in dem Jahr der Mentoring-Partnerschaft gemeinsam gearbeitet werden soll. Neben den Rahmenveranstaltungen zur Information und Qualitätssicherung werden im Schnitt fünf hochwertige Weiterbildungen pro Durchgang exklusiv für die Gruppe der Mentees angeboten, um den Zusammenhalt und die Vernetzung untereinander gezielt zu fördern.
Interessierte Frauen haben jetzt noch bis zum 7. Juni Zeit, sich für die neue Ausschreibung im Frauen-Empowerment-Programm zu bewerben. Alle Details zum Programm und zur Bewerbung sowie die Beantwortung der wichtigsten Fragen finden sie auf unserer Website unter:
http://www.gendermed.at/de/frauenempowerment/mentoring/teilnahme-als-mentee.html

Für individuelle Fragen steht die Programm-Koordinatorin Mag.a rer.soc.oec. Claudia Beyer, Referentin an der Koordinationsstelle Gleichstellung, Frauenförderung und Diversität, sehr gerne zur Verfügung und bietet bei Bedarf ein persönliches oder telefonisches Beratungsgespräch an.

Empowerment für Frauen-Karrieren in der Medizin & Kompetenzentwicklung erfolgskritischer Soft Skills

Was das Innsbrucker Mentoring-Programm – benannt nach der symbolischen Mentorin Helene Wastl – besonders auszeichnet ist neben der Same Gender Konzeption vor allem das One-to-One Mentoring durch eine erfahrene, weibliche Führungskraft, die ihre Mentee ein Jahr lang "beratend begleitet". Mentoring hat sich in den letzten vierzig Jahren als erfolgreiches Instrument der Personalentwicklung, Frauen- und Nachwuchsförderung etabliert und ist inzwischen fixer Bestandteil der universitären Personal- und Organisationsentwicklung. Die verschiedenen Mentoring-Angebote (be-) stärken das Selbstbewusstsein und Selbstverständnis als Frau und Wissenschafterin in der Medizin und fördern die individuelle Kompetenzentwicklung durch ein abgestimmtes Weiterbildungs-Portfolio wichtiger Sozial- und Methodenkompetenzen. Im Zusammenspiel der einzelnen Programm-Elemente werden wichtige akademische Schlüsselqualifikationen vermittelt und trainiert; Austausch und Vernetzung, elementare Voraussetzungen eines erfolgreichen Fortkommens innerhalb der Scientific Community, werden gezielt unterstützt und im Helene Wastl Club seit 2006 laufend ausgebaut. Mitglieder dieser Plattform zur nachhaltigen Vernetzung sind alle Programmteilnehmerinnen, Mentorinnen und Mentees; zu dem kontinuierlich wachsenden Mentoring-Netzwerk quer über alle klinischen und theoretischen Fachgebiete hinweg, der auch als Expertinnen-Pool u.a. für Kooperationen dienen soll, zählen mittlerweile bereits fast 220 hochkompetente Wissenschafterinnen.

Wieder eine sehr erfolgreiche Bilanz im zwölften Mentoring-Durchgang 2017: Sowohl Mentorinnen als auch Mentees bewerteten das Programm ausgesprochen positiv

Im gemeinsamen Mentoring-Jahr arbeiteten elf Mentees, fünf Medizinerinnen (zwei davon bereits Fachärztinnen) und sechs Naturwissenschafterinnen (vier Post doc’s mit PhD-Abschluss) mit ihren individuellen Mentorinnen in einer One-to-One Mentoring-Partnerschaft an den jeweiligen Zielsetzungen. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde auch die zwölfte Runde wiederum sehr positiv evaluiert. Die Zufriedenheit mit dem Mentoring-Programm insgesamt ist konstant sehr hoch, auch heuer mit 100% wieder besonders deutlich. Die Weiterempfehlungsrate liegt konstant bei 100 Prozent – bereits zum zwölften Mal in Folge würden alle Teilnehmerinnen das Programm uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Arbeit der Programmkoordination mit den zentralen Aufgaben Matching, Beratung, Programmbegleitung und -betreuung sowie Organisation aller Programm- und Seminarveranstaltungen wurde sowohl von den Mentees als auch von den Mentorinnen erneut zu 100% positiv bewertet. Die Auswertung der Online-Evaluierung – heuer zum ersten Mal mit dem Tool Survey Monkey durchgeführt – ergab zudem bei den drei zentralen Säulen – individuelle Mentoring-Partnerschaft, Karriereprogramm sowie horizontale und vertikale Vernetzung – durchwegs wieder sehr gute "Noten". Neben der beratenden Begleitung durch die Mentorin wurde ganz besonders das Erwerben laufbahn-relevanter Schlüsselqualifikationen in den Karriereseminaren, der Ausbau von Sozial- und Methoden-Kompetenz sowie das Peer-Mentoring – also Austausch und Vernetzung mit anderen Mentees – aber auch in der Scientific Community als sehr wichtig und nutzenstiftend bewertet.

 

Zahlen | Daten | Fakten

Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm und Clinical PhD-Mentoring

Gezielte Karriereförderung, Personalentwicklung sowie nachhaltige Vernetzung für engagierte Ärztinnen in Facharzt-Ausbildung, Postdoktorandinnen, Teilnehmerinnen postgradualer Programme (PhD’s), Habilitandinnen und Nachwuchswissenschafter*innen im klinischen Bereich

  • Seit WS 2005/06: 12 abgeschlossene und evaluierte Durchgänge mit 165 Programm-Absolventinnen, Start der 13. Mentoring-Runde mit 10/2018, Auftakt zur 14. Ausschreibung mit 04/2019; Erfolge ehemaliger Mentees: Bis dato 38 Habilitationen (15 Medizinerinnen, 20 Naturwissenschafterinnen; 3 Clinical PhD-Mentoring Absolventinnen), 18 A2 / Laufbahnstellen; Format: Same-Gender-Mentoring über 1 Jahr;
  • Helene Wastl Club: Mit Sommersemester 2019 fast 220 hochkompetente Wissenschafterinnen im HWC (davon 165 Programm-Absolventinnen – 88 Medizinerinnen,
    77 Naturwissenschafterinnen), aktuell 177 Mentoring-Tandems), 32 Mentorinnen sowie 8 ehemalige Mentorinnen;
  • Seit WS 2013/14: 6 Durchgänge mit insgesamt 70 Teilnehmer*innen; 7. Durchgang startet mit WS 2019/20; Format: Cross-Gender-Mentoring über 2 Semester;


Karriereförderung, Personalentwicklung & Networking für alle Wissenschafter*innen

Angebot eines umfangreichen, überfachlichen Seminar- und Weiterbildungsprogramms zur gezielten Karriereförderung, Vernetzung und persönlichen Weiterentwicklung unter Gender Mainstreaming Aspekten für alle interessierten (Nachwuchs-) Wissenschafter*innen der Medizinischen Universität Innsbruck

Seit WS 2005/06: insgesamt 295 Rahmen-, Weiterbildungs- und Netzwerk-Veranstaltungen (u.a. 173 Seminare & Workshops, 94 Programmveranstaltungen, 18 Termine Gesprächsreihen Wissen kompakt und Karrieregespräche, Interdisziplinäres Symposium)

[C. Beyer – Artikel veröffentlicht am 02.05.2019]

 

Weiterführende Informationen:

Referat Frauen-Empowerment & Mentoring | Helene Wastl Medizin Mentoring-Programm

Clinical PhD-Mentoring | LV-Nr. 150111, Cross-Gender-Kleingruppen-Mentoring

Information & Training | Karriereförderung, Personalentwicklung & Vernetzung für Wissenschafter*innen

Alle aktuellen Angebote der Koordinationsstelle in unserem Veranstaltungskalender

Erneut Bestnoten für erfolgreich abgeschlossenen 11. Mentoring-Durchgang

13 Jahre Mentoring an der Medizinischen Universität Innsbruck: Operativer Start des gemeinsamen Mentoring-Jahres im dreizehnten Durchgang