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PEACE PLEASE! Ein Bertha von Suttner Journal

Save the date: Weltfrauentag 2018

Die unkonventionelle Aktivistin

Bertha von Suttner (1843 – 1914) war eine Frau von leidenschaftlichem politischen Engagement, vielseitigen Fähigkeiten und ausdauernder Kraft. Ihr Lebensweg klingt wie der Plot eines Hollywood-Epos: Bertha, Sprössling des Kinsky-Clans, wächst als Adelige in Wien und Niederösterreich auf. Sie weigert sich, die Ehe mit einem älteren, reichen Mann einzugehen. Die Pläne, Opernsängerin zu werden, scheitern. Die Mutter verprasst mit ihrer Spielsucht das Vermögen. Bertha entscheidet sich, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, zunächst als Gouvernante, dann als Sekretärin für Alfred Nobel. Nach der heimlichen Heirat mit dem deutlich jüngeren Arthur Gundaccar von Suttner zieht sie in den Kaukasus. Dort beginnt sie zu schreiben und kommt erstmals mit Krieg in Berührung. Mit ihrem Roman „Die Waffen nieder!“ und ihren friedenspolitischen Aktivitäten erreicht sie weltweit Bekanntheit. 1905 erhält sie den Friedensnobelpreis. Als „Friedensbertha“ erfährt sie Anerkennung und Abwertung. 1914 stirbt sie wenige Tage vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs.      [pdfBertha von Suttner Postkarte, Weltfrauentag 2011]

 

Wann?  Dienstag, 20. März 2018, 19:00 bis ca. 20:15 Uhr  (Dauer des Stücks ca. 75 Min.)
Wo?      Universität Innsbruck, Aula im Hauptgebäude, Innrain 52, 1. Stock

Begrüßung:

Rektor Univ.-Prof. Dr. W. Wolfgang Fleischhacker und Univ.-Prof.in Dr.in Margarethe Hochleitner, Leiterin der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung, Vorsitzende des AKGl, Direktorin der gemeinsamen Einrichtung für Gendermedizin, Professorin für Gendermedizin für die Medizinische Universität Innsbruck
sowie Ass.-Prof. Dr. Wolfgang Meixner, Vizerektor für Personal und Dr.in Sabine Engel, Vorsitzende des AKG und Leiterin des Büros für Gleichstellung und Gender Studies für die Universität Innsbruck

Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang ein!

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Fotos: Portraittheater © Armin Bardel


Aus Anlass des 107.  Internationalen Frauentages – am 8. März 2018 – wird dieses Stück als Kooperation und gemeinsame Veranstaltung der
Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung mit dem Büro für Gleichstellung und Gender Studies an der LFUI sowie den Arbeitskreisen für Gleichbehandlungsfragen an der Medizinischen Universität und der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck
aufgeführt.

Zitate
Es ist eine bekannte Tatsache, daß man mit gewissen Schlagworten der leichtgläubigen Menge nach Belieben Sand in die Augen streuen kann.

Die Macht erzeugt Übermut.

Das Gedächtnis der Menschen ist so furchtbar kurz.

Besser als mit Arbeit und Liebe kann überhaupt ein Leben nicht gefüllt sein.



Zum Theaterstück – Ein lebendiges Bühnenporträt

„Frau von Suttner, was würden Sie heute tun?“ Das Theaterstück „PEACE PLEASE! Ein Bertha von Suttner Journal“ zeigt die wichtigsten Stationen und Entwicklungen im Leben der Friedensaktivistin. Anita Zieher zeigt Bertha von Suttner als die leidenschaftliche Frau, die mit ihrer Vision den Grundstein für eine friedliche Staatengemeinschaft legte. In der Inszenierung von Brigitte Pointner spricht sie in einem fiktiven Radio-Interview mit dem Journalisten Udo Bachmair über ihr Engagement für den Frieden und gegen den Antisemitismus, über die Stellung der Frau in der Gesellschaft sowie über gegenwärtige Friedensarbeit. Originalzitate bilden die Grundlage für das Stück. Ausschnitte der dänischen Verfilmung ihres Romans „Lay down your arms“ (1914), Videos, und Toneinspielungen stellen die atmosphärische Verbindung zwischen den Szenen her. Die Erfolgsproduktion wurde in mehr als 80 Aufführungen in Österreich, Deutschland, Polen und Ungarn gezeigt.

Das Theaterstück „PEACE PLEASE! Ein Bertha von Suttner Journal“ ist ein lebendiges Porträt der österreichischen Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner (1843 – 1914). Die Gruppe portraittheater verfolgt ihren Weg von der Komtess zur selbstbestimmten Schriftstellerin und Friedensnobelpreisträgerin. In der erfolgreichen Inszenierung von Brigitte Pointner verkörpert die Schauspielerin Anita Zieher die leidenschaftliche Friedensaktivistin und beantwortet im fiktiven Interview mit dem Journalisten Udo Bachmair Fragen über ihr Leben und ihre Arbeit.

 

Produktionsdaten

Regie: Brigitte Pointner
Bertha von Suttner: Anita Zieher
Interviewer: Udo Bachmair
Texte: Originalzitate von Bertha von Suttner sowie von Brigitte Pointner und Anita Zieher
Video: Lisa Kortschak
Visuals: Claudia Auer
Musik: Elisabeth Lohninger
Tonaufnahme: Martin Laumann, xaudio soundbakery
Wissenschaftliche Beratung: M.A. Petra Unger, Dr.in Irene Nawrocka
Bühnenbau: Dieter Gebetsberger, Werkstattinsel
Fotos: Armin Bardel

portraittheater bringt seit 2006 außergewöhnliche Frauen auf die Bühne und macht ihr Werk und Wirken für das Publikum erlebbar. Aktuell verfügbare Produktionen: „PEACE PLEASE! Ein Bertha von Suttner Journal“, „Curie_Meitner_Lamarr_unteilbar“, „Geheimsache Rosa Luxemburg“. 2018 findet die Premiere des Stücks „Arbeit, lebensnah – Käthe Leichter und Marie Jahoda“ statt.

Anita Zieher, aufgewachsen in Oberösterreich, lebt als freischaffende Schauspielerin in Wien. Nach dem Studium der Politikwissenschaft in Salzburg absolvierte sie die Schauspielausbildung in Wien. Sie ist Obfrau und Produktionsleiterin des Vereins portraittheater. Sie spielte Hannah Arendt, Simone de Beauvoir, Rosa Luxemburg, Bertha von Suttner, George Sand, Marie Curie, Lise Meitner und Hedy Lamarr in den Produktionen von portraittheater. Als Improtheaterspielerin und Kabarettistin (Zieher & Leeb) gewann sie Preise und nahm an Festivals teil.  www.anitazieher.at

Udo Bachmair begann 1979 beim ORF in Wien zu arbeiten, wo er vorwiegend als Moderator und Regisseur der aktuellen Radio-Journale von Ö1 tätig war. Seine Stimme ist Ö1-RadiohörerInnen bestens bekannt. Seit 2012 ist er freiberuflich tätig.

Brigitte Pointner lebt als freischaffende Regisseurin in Neulengbach. Sie absolvierte die Regieausbildung im Rahmen von LAUT bei Mitgliedern von Theater im Bahnhof und der THEO Studiobühne Oberzeiring und arbeitete als künstlerische Leiterin mit verschiedenen Theatergruppen. Seit 2006 inszenierte sie die Produktionen von portraittheater. 2014 inszenierte sie das Stück „Homebody/Kabul“ mit Dyan-Theater. Im Dezember 2017 gelangt das Stück „Josef & Maria“ von Peter Turrini zur Aufführung.

Eine Produktion von portraittheater. Mehr Information unter Portraittheater